Schwingenlagerung / optimierung mit Teflon

rued

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Hab mich im Zuge meines Motorumbaus mal der Schwingenlagerung angenommen, da haben die Chinesen wieder alles gegeben :mad: Die Einschubbreite der Haltelaschen am Rahmen ist vorne zwischen den Rohren 81, hinten auf 76 zusammengebogen. In den Halteaugen der Schwinge stecken so weichliche Gummihülsen, dadrin Metallhülsen, das ganze ist dann nur 69 breit und stützt sich zum Rahmen mit so Gummilappen ab. Weil das noch immer nicht schlecht genug ist, haben die Metallhülsen einen Innendurchmesser von 17,5, die Befestigungsbolzen aber nur einen Aussendurchmesser von 16 :(
Habe jetzt die Rahmenaufnahmen auf durchgängig 81 gerichtet (Scheissarbeit) und lasse passende Hülsen aus Werkzeugstahl und Teflonelemente/ Scheiben drehen, dann ist das auch endlich gut ... Kugellager sind mir da zu aufwendig und wahrscheinlich wird es nie hundertprozentig parallel, das kann Teflon besser aufnehmen.
 
Ich frag mich, ob Teflon nicht zu weich ist auf Dauer?
Immerhin drücken die Dämpfer in sehr kleinen Winkel und Teflon neigt zum Fließen. So aus dem Bauch raus würde ich eher PA oder POM einsetzen.
 
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Versuch macht kluch... Das Origummizeugs hat Konsistenz und Optik eines gealterndem Graubrot und hat immerhin 4500 ruppige km gehalten, insofern kanns mit Teflon nicht schlechter werden :)
 
Hast du an der Lageraufnahme gearbeitet oder sind Schwingenlager und Aufnahme Rahmen wirklich so schön Planparallel ? Sieht sehr sauber aus. Top.
 
Die Rahmenaufnahmen musste ich richten, den Rest habe ich ausgemittelt, jetzt ists mal vernünftig :) Die Augen in der Schwinge sind auch nicht so rund wie sie aussehen, da hat nix gestimmt, deshalb die chinesischen Wurfpassungen :rolleyes:
Wieder eine Baustelle weniger :)
 
Kleines Update: Alles schön nach 1500 km und gut einem Jahr mit dem schwererem und stärkerem Motor, also geht es wohl so.
 
Warum nicht, allerdings sind die Kragen bzw die seitlichen Führungsscheiben nicht gleich dick, die Schwinge sitzt nicht mittig in den Laschen, so ist es zumindest bei mir, chinesische Wurfpassung :rolleyes:
 
Wie hast du die originalen Buchsen rausbekommen? Sie sind sehr gut gesichert, Schlagen mit einem Gummihammer geht nicht, sind sie eingeklebt?
 
Also habe ich einen Abzieher gekauft, aber jetzt brauche ich eine große Unterlegscheibe, um den vollen Umfang zu drücken. Es steckt wirklich drin!

Ich habe etwas über Teflon recherchiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass es keine gute Wahl für diese Buchsen ist. Der Grund ist, dass Teflon nach einer Verformung nicht mehr in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Auf Youtube gibt es Videos, die das demonstrieren.

Ich kann nicht sagen, was die Chinesen verwendet haben, aber fast alle Standard-Aufhängungsbuchsen sind entweder Polyurethan oder Gummi, wobei PU am häufigsten vorkommt. PU nimmt nach Verformung wieder seine ursprüngliche Form an.

Jetzt werde ich versuchen, eine OEM-PU-Buchse mit den gleichen Abmessungen zu finden, wenn nicht, werde ich sehen, ob ich sie herstellen lassen kann.
 
Der Durchmesser ist halt echt groß im Vergleich zur Achse.
Für die Schwinge hinten wäre ne Silentbuchse nicht verkehrt. Bei der Dimensionierung ist das auch steif genug. PU lässt sich schwer verarbeiten bei normalen Temperaturen, das muss frisch aus der Tiefkühltruhe kommen. Ansonsten mal schauen ob man mit IGUS M250 Gleitlagern arbeiten kann, wenn mans unbedingt super steif haben will.
 
Wird schwer mit steifen Lagern, keine Dämpfung der klappernden Schlappwurst mehr und richtig umfangreiche Richtarbeiten, bis es da alles parallel ist. Meine Teflonlösung hält jetzt seit zweieinhalb tausend km ohne jedes Problem, trotz stärkerem, schwererem Motor. Vielleicht sind andere Materialien besser, bis jetzt bin ich aber sehr zufrieden.
 
Einige Erkenntnisse jetzt, wo ich meine neuen Büsche habe:
1) Die Originalbuchsen sind aus PU, aber sie sind sehr weich, weshalb sie früh ausfallen
2) Da sie weich sind, nimmt der Durchmesser beim Einsetzen der Ärmel leicht zu, so dass sie eine Presspassung ergeben. Wenn Sie Ersatz anfertigen lassen, stellen Sie sicher, dass die Ärmel beim Messen drin sind!
Ich habe No2 auf die harte Tour gelernt, also habe ich jetzt Büsche, die zu leicht hineinrutschen. Ich muss sie mit einem Kleber befestigen, sonst drehen sie sich leicht im Gehäuse und verschleißen an der Außenkante
 
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